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Lerntherapeut werden: Zwei persönliche Wege und was gute Lerntherapie ausmacht

Lerntherapeut werden

„Kann ich einfach Lerntherapeut werden?“

Diese Frage stellen sich derzeit viele, nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Pädagogen, Psychologen und Menschen, die auf der Suche nach einer sinnstiftenden beruflichen Tätigkeit sind. Der Wunsch, Kinder individuell und nachhaltig zu unterstützen, wächst. Aussagen wie „Ich möchte gezielter helfen“ oder „Ich spüre, dass ich etwas verändern will“ sind häufig der Auslöser für den Gedanken, lerntherapeutisch zu arbeiten.

Was viele nicht wissen: Der Begriff „Lerntherapeut“ ist rechtlich nicht geschützt. Rein formal darf also jeder Lerntherapie anbieten, ganz gleich, ob mit oder ohne fundierte Ausbildung.
Doch genau hier liegt das Problem. Denn wer ernsthaft und professionell lerntherapeutisch arbeiten möchte, braucht weit mehr als ein paar Tage Crashkurs. Es geht um fachliche Tiefe, therapeutische Haltung, diagnostische Kompetenz und vor allem um Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Kindern und Familien, mit denen gearbeitet wird.

In diesem Artikel erfährst du, welche Voraussetzungen, Qualifizierungen und persönlichen Kompetenzen wirklich entscheidend sind, wenn du professionell in der Lerntherapie arbeiten möchtest. Außerdem geben wir dir Einblicke in unsere beiden persönlichen Wege in diesen Beruf.

Was bedeutet „Lerntherapeut werden“ überhaupt?

Lerntherapie ist eine pädagogisch-psychologische Unterstützung für Kinder und Jugendliche mit LRS oder Rechenschwäche. Auch ADHS kann ein Schwerpunkt sein. Ziel ist es, fachliche Lücken systematisch aufzuarbeiten und gleichzeitig die Persönlichkeit des Kindes zu stärken.

Auch wenn in der Lerntherapie fachlich gearbeitet wird, unterscheidet sie sich deutlich von schulischer Förderung oder Nachhilfe. Nachhilfe orientiert sich in der Regel am aktuellen Schulstoff. Lerntherapie hingegen setzt bei den Basiskompetenzen an, also bei den grundlegenden Fähigkeiten, ohne die Lesen, Schreiben und Rechnen nicht sicher gelingen können. Viele dieser Kompetenzen werden vorschulisch oder im ersten Schuljahr erworben. Fehlen sie oder sind sie nicht ausreichend gefestigt, fehlt das stabile Fundament für weiteres schulisches Lernen. Genau hier setzt Lerntherapie an.

Hinzu kommt der psychologische Anteil. Viele Kinder und Jugendliche haben bereits zahlreiche Misserfolge erlebt und beziehen diese auf ihre eigene Person. „Ich bin dumm“ ersetzt dann schnell „Ich habe etwas noch nicht verstanden“. Lerntherapie bedeutet deshalb immer auch, am Selbstwert, an Lernmotivation und an realistischen Zielen zu arbeiten.

Kann also jeder Lerntherapeut werden?

Streng genommen ist der Begriff „Lerntherapeut“ in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet: Formal kann sich jede Person so nennen. Lerntherapie ist jedoch ein Beruf mit Haltung, mit spezifischem Fachwissen und mit großer Verantwortung. Wer diesen Weg gehen möchte, sollte sich dieser Verantwortung bewusst sein und sich fundiert aus- und weiterbilden.

Lehrkräfte bringen gute Voraussetzungen mit, aber eben nicht alles – Sabines Weg

Immer mehr Lehrkräfte sind mit den Bedingungen im Schulsystem unzufrieden. Sie sind angetreten, um Kinder fachlich zu unterrichten und für ihr Fach zu begeistern. Stattdessen erleben sie fachfremden Unterricht, Vertretungsstunden, Doppelklassenführungen und einen Alltag, der wenig Raum für individuelle Förderung lässt. Viele suchen deshalb nach einer beruflichen Alternative, in der sie ihre Fähigkeiten wirksam einsetzen können.

Lerntherapeut werden als Lehrkraft – der Weg von Sabine Landua in die Lerntherapie
Sabine Landua, Integrative Lerntherapeutin M.A. und ehemalige Lehrerin

Genauso ging es mir. Ich wollte Kinder und Jugendliche individueller begleiten, genauer hinschauen und nachhaltiger unterstützen. So bin ich zur Lerntherapie gekommen. Und im Austausch mit Kolleginnen erlebe ich immer wieder, dass viele ähnliche Wege gegangen sind. 

Was Lehrkräfte mitbringen

Lehrkräfte bringen viele wertvolle Voraussetzungen mit:
Sie sind fachlich gut ausgebildet, können Lerninhalte didaktisch aufbereiten und differenziert vermitteln. Sie wissen, wie Lernstände festgestellt werden, führen Gespräche mit Eltern und Schülern und können schulische Anforderungen realistisch einordnen.

Lehrkräfte beobachten Lernverhalten, reagieren flexibel auf Unterrichtssituationen und, für mich ein ganz zentraler Punkt, sie haben ein pädagogisches Gespür entwickelt. Die Fähigkeit, tragfähige Beziehungen aufzubauen, ist eine wichtige Grundlage für jede lerntherapeutische Arbeit.

Mit dieser Basis und einigen Fortbildungen im Bereich LRS bin ich 2016 gestartet. Rückblickend würde ich sagen: Es war individualisierte Förderung, aber noch keine echte Lerntherapie. Das Verständnis dafür ist erst mit der Zeit gewachsen.

Was Lehrkräfte neu lernen dürfen

Spezifisches Fachwissen

Im Lehramtsstudium spielen LRS und Rechenschwäche kaum eine Rolle. Entwicklungsmodelle des Lesens, Schreibens und Rechnens werden oft nur angerissen. In der Lerntherapie reicht es jedoch nicht, den aktuellen Schulstoff im Blick zu haben. Entscheidend ist die Frage: Wo steht das Kind unabhängig vom Lehrplan? Welche Basiskompetenzen sind stabil, wo müssen wir mit der Förderung ansetzen?

Pädagogische Diagnostik

Lehrkräfte diagnostizieren täglich informell. In der Lerntherapie braucht es jedoch einen differenzierten Blick auf Ursachen. Der Umgang mit standardisierten Testverfahren, ihre Auswahl, Durchführung und Auswertung – das ist für viele Lehrkräfte neu.

Lerntherapie ist mehr als Förderunterricht

Lerntherapie orientiert sich am individuellen Lernstand, arbeitet mit einem systematischen Förderplan und nutzt spezifische Materialien. Ich selbst habe anfangs viel aus dem schulischen Kontext übernommen. Heute weiß ich, dass diese Materialien meist nicht geeignet sind um Schüler nachhaltig zu fördern.

Hinzu kommt der therapeutische Anteil in der Lerntherapie: Lernmotivation stärken, realistische Ziele entwickeln, den Selbstwert stabilisieren. Vieles lösen Lehrkräfte intuitiv gut, doch eine fundierte Weiterbildung im Bereich psychotherapeutischer Methoden ist unerlässlich.

Lerntherapie ist außerdem integrativ. Eltern und Lehrkräfte werden einbezogen, Absprachen getroffen, Rahmenbedingungen angepasst. Hier müssen Lehrkräfte ihren Blickwinkel verändern: Nicht der Lehrplan steht im Mittelpunkt, sondern das Kind oder der Jugendliche.

Lehrkräfte haben also eine sehr gute Basis und bringen gute Voraussetzungen mit, um als Lerntherapeutin zu arbeiten. Gleichzeitig stehen sie vor einem fachlichen und inneren Entwicklungsprozess – so wie ich ihn selbst durchlaufen habe: mit Weiterbildungen, einem Masterstudium und vielen Jahren praktischer Erfahrung, in denen meine eigene lerntherapeutische Haltung gewachsen ist. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, lies gerne in meinem Blogartikel „Als Lehrkraft in die Lerntherapie“ weiter.

Lerntherapeut werden als Quereinsteiger – Susannes Weg

Nicht alle Lerntherapeuten kommen aus dem Schuldienst. Einige bringen bereits ein pädagogisches oder psychologisches Studium mit, beides bietet eine stabile Grundlage für die lerntherapeutische Arbeit. Aber auch Menschen aus anderen Berufsfeldern interessieren sich für den Beruf des Lerntherapeuten. Entscheidend ist dabei nicht nur der ursprünglich erlernte Beruf, sondern auch die Frage, welches pädagogisch-psychologische Wissen bereits vorhanden ist und wo gezielt ergänzt werden muss.

Lerntherapeut werden als Quereinsteigerin – der Weg von Susanne Seyfried in die Lerntherapie
Susanne Seyfried, Integrative Lerntherapeutin M.A. und frühere Diplom-Betriebswirtin

Mein Weg in die Lerntherapie begann in meiner eigenen Familie. Als meine Tochter in der zweiten Klasse zunehmend Schwierigkeiten in Mathematik entwickelte, begann ich, mich intensiv mit Lernentwicklung und Dyskalkulie auseinanderzusetzen. Der Wunsch, ihr wirklich helfen zu können, wurde zum Ausgangspunkt meiner beruflichen Neuorientierung.

Quereinsteiger bringen häufig wertvolle Erfahrungen mit

  • Lebenserfahrung und Perspektivvielfalt
  • hohe intrinsische Motivation
  • intensive persönliche Auseinandersetzung mit dem Thema
  • praktische Erfahrung aus Nachhilfe, Begleitung oder Beratung

Die Elternperspektive hat meinen Blick geschärft, für emotionale Belastungen, für Verunsicherung und für den hohen Bedarf an Sicherheit und Beziehung. Diese Sensibilität ist eine wichtige Grundlage in der Lerntherapie.

Zusätzlich war ich als Diplom-Betriebswirtin für die Ausbildung von Auszubildenden verantwortlich. Die Begleitung junger Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung und das strukturierte Fördern individueller Stärken gehören daher schon lange zu meinem beruflichen Hintergrund – eine Erfahrung, die mir heute besonders in meiner lerntherapeutischen Arbeit an der Berufsschule zugutekommt.

Was Quereinsteiger neu lernen dürfen

Gleichzeitig wurde mir schnell klar: Persönliche Betroffenheit und Engagement ersetzen keine fachliche Qualifikation. Wer ohne pädagogisch-psychologischen Hintergrund in die Lerntherapie einsteigt, braucht eine fundierte Ausbildung und ein solides fachliches Fundament.

Pädagogisch-psychologische Grundlagen

Ein tragfähiges Fundament in Lernentwicklung, LRS und Dyskalkulie ist unverzichtbar. Diagnostik, Komorbiditäten und Entwicklungsmodelle müssen systematisch verstanden werden – nicht nur intuitiv erfasst. Denn Lerntherapie baut auf wissenschaftlich fundierten Konzepten auf.

Diagnostik und strukturierte Förderplanung

Lerntherapie bedeutet, den individuellen Lernstand differenziert zu erfassen und darauf aufbauend einen systematischen Förderplan zu entwickeln. Der Umgang mit Testverfahren, Dokumentation und Verlaufsauswertung ist für viele Quereinsteiger neu und erfordert eine fundierte Ausbildung sowie praktische Anleitung.

Lerntherapie ist mehr als Engagement

Ich brachte bereits langjährige Nachhilfeerfahrung, meine Tätigkeit als Teaching Assistant in den USA und die Elternperspektive mit. Dennoch wurde mir schnell klar, dass Lerntherapie fachliche Tiefe, systematische Weiterbildung und kontinuierliche Reflexion verlangt.

Ich entschied mich daher bewusst für ein Masterstudium in Lerntherapie sowie eine berufsbegleitende zweijährige Ausbildung mit Praxisanteilen und Supervision. Beide Formate fanden in Präsenz statt – eine Erfahrung, die meine professionelle Entwicklung nachhaltig geprägt hat. Der Austausch mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus unterschiedlichen beruflichen Kontexten hat meinen fachlichen Blick enorm erweitert.

Und auch heute gilt: Lernen hört nicht auf. Die regelmäßige Reflexion, Supervision und der Austausch im Lerntherapeuten-Netzwerk sind für mich unverzichtbare Bestandteile professioneller Arbeit.

Ist Lerntherapie eine berufliche Alternative für mich? Fragen zur Selbstprüfung

Bevor du dich intensiver mit Ausbildung und Qualifizierung beschäftigst, lohnt sich eine ehrliche Selbstprüfung. Lerntherapie erfordert fachliche Kompetenz, aber ebenso Haltung, Geduld und Reflexionsbereitschaft.
Die folgende Checkliste hilft dir, deine eigene Motivation und Eignung realistisch einzuschätzen.

Lerntherapeut werden Voraussetzungen – Checkliste zur Selbstprüfung
Checkliste: Voraussetzungen, um Lerntherapeut zu werden

✅ Möchte ich Kinder und Jugendliche stärken – nicht „perfekt machen“?

✅ Sehe ich Positives, auch wenn das Kind oder der Jugendliche nur Negatives in sich sieht?

✅ Ist langsames und kleinschrittiges Arbeiten mein Ding?

✅ Halte ich es aus, wenn Lernfortschritte nicht linear sind?

✅ Kann ich motivieren und Erfolge sichtbar machen, auch wenn sie nur ganz klein sind?

✅ Bin ich bereit, mich in ein neues Berufsfeld einzuarbeiten?

✅ Will ich auf dem aktuellen Stand der Forschung arbeiten?

✅ Orientiere ich mich an Standards (S3-Leitlinie) und arbeite mit evidenzbasierten Verfahren?

✅ Will ich mit Elternhaus und Schule integrativ zusammenarbeiten? 

✅ Halte ich es aus, bestimmte Erwartungen der Eltern nicht zu erfüllen?

✅ Bin ich mir meiner Stärken und Kompetenzen, aber auch meiner Grenzen bewusst und verweise gegebenenfalls an andere Stellen?

✅ Arbeite ich gerne außerhalb von Schule, überwiegend am Nachmittag?

Wie erkenne ich eine gute lerntherapeutische Ausbildung?

Nachdem wir euch oben unsere ganz unterschiedlichen Wege in die Lerntherapie vorgestellt haben, liegt eine Frage nahe:

Woran erkennt man eigentlich eine gute lerntherapeutische Ausbildung?

Zunächst einmal ist wichtig zu wissen: Es gibt nicht den einen festgelegten Weg. Die Ausbildungslandschaft ist vielfältig. Manche Institute bieten berufsbegleitende Weiterbildungen über zwei bis drei Jahre an, andere Studiengänge auf Master-Niveau. Es gibt Zusatzausbildungen im Bereich LRS oder Dyskalkulie. Manche beginnen in einer Mitarbeit in einer bestehenden Praxis, andere bauen sich schrittweise eine eigene Tätigkeit auf. Doch unabhängig vom Format zeigen sich Qualitätsmerkmale erstaunlich deutlich.

Eine fundierte Qualifizierung umfasst in der Regel:

  • ein solides theoretisches Fundament zu Lernentwicklung, Diagnostik und Förderplanung
  • vertiefte Kenntnisse zu LRS und Dyskalkulie
  • verpflichtende Praxisanteile mit eigenen Förderkindern
  • begleitende Supervision
  • Falldokumentation
  • eine Abschlussprüfung oder Leistungsüberprüfung

Warum ist dieser letzte Punkt wichtig? Weil Wissen überprüft werden muss und das nicht nur theoretisch, sondern in praktischer Anwendung und in der Reflexion der lerntherapeutischen Tätigkeit. In der Lerntherapie arbeiten wir mit Kindern, die oft schon viel Frustration erlebt haben. Sie kommen mit ihren Unsicherheiten zu uns und schenken uns ihr Vertrauen. Dieses Vertrauen verpflichtet. Fachliches Können darf deshalb nicht auf Vermutungen beruhen.

Gleichzeitig haben wir beide erfahren: Ein solides theoretisches Fundament ist unverzichtbar, aber es allein reicht nicht aus. Eine gute Qualifizierung vermittelt nicht nur Methoden und Materialien, sondern fördert die Entwicklung einer professionellen Haltung. Sie verbindet die Theorie mit praktischer Arbeit am Kind, begleitet durch Supervision und Reflexion. Genau hier entsteht die Sicherheit, die Kinder und Eltern in der Lerntherapie brauchen.

Warum praktische Anteile unverzichtbar sind

Die eigentliche Entwicklung zur Lerntherapeutin beginnt nicht im Seminarraum, sondern in der Arbeit mit dem Kind. Praxis bedeutet nicht nur „ein bisschen ausprobieren“. Gute Ausbildungen verlangen:

  • eigenständige Förderprozesse
  • schriftliche Dokumentation des eigenen Handelns
  • Auswertung von Förderverläufen
  • regelmäßige Supervision

In der Supervision geht es nicht nur um Methoden. Es geht um Haltung. Wie begegne ich einem Kind, das blockiert? Wie reagiere ich auf Widerstand? Wo überfordere ich vielleicht unbewusst? Was löst das Verhalten eines Kindes in mir aus? Warum Supervision so einen großen Mehrwert für Lerntherapeuten bietet, kannst du im Blog von Nicole Gerbatsch vertiefen.

Diese Reflexion ist kein Zusatz, sie ist der Kern professioneller Arbeit. Sie stärkt die eigene pädagogische und therapeutische Haltung. Und sie schützt vor blinden Flecken. Gerade weil jeder Schüler individuell ist, kann es keine starren Rezepte geben. Wir müssen uns ständig weiterentwickeln, unsere Interventionen hinterfragen und bereit sein, neue Perspektiven einzunehmen.

Lerntherapeut werden - warum praktische Anteile so wertvoll sind
Leseförderung in der Lerntherapie

Zertifikate – wichtig, aber nicht alles

Anerkannte Zertifikate, zum Beispiel vom Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL) oder vom Fachverband für integrative Lerntherapie e. V. (FiL), stehen für verbindliche Qualitätsstandards. Sie setzen Praxisstunden, Supervision und eine strukturierte Ausbildung voraus.

Das ist auch für Eltern ein wichtiges Signal. Und dennoch sind wir überzeugt: Nicht alleine das Zertifikat am Ende einer Ausbildung entscheidet über Qualität, sondern das, was danach folgt. Wenn ich keine regelmäßige Supervision mehr nutze, mich nicht fortbilde, meine Arbeit nicht kontinuierlich reflektiere, dann verliert auch das beste Zertifikat an Substanz. Lerntherapie ist ein Beruf im pädagogisch-psychologischen Feld. Und in diesem Bereich hört Entwicklung nie auf.

Lerntherapeut werden – Eine Ausbildung ist ein Fundament und kein Endpunkt

Rückblickend würden wir sagen: Unsere Ausbildung und unser Studium haben uns Sicherheit gegeben. Aber unsere Haltung ist in der Praxis gewachsen: In der täglichen Arbeit, im Austausch mit Kolleginnen, insbesondere im Lerntherapeuten-Netzwerk und in der Supervision. Im ehrlichen Blick auf das, was gelingt und das, was noch nicht gelingt. Vielleicht ist genau das der entscheidende Punkt: Es gibt nicht die perfekte Ausbildung. Aber es gibt eine Kombination aus stabilem Fundament, praktischer Begleitung, kontinuierlicher Reflexion und lebenslanger Weiterqualifikation.

Der fachliche Austausch im Lerntherapeuten-Netzwerk ist dabei ein wichtiger Bestandteil dieser kontinuierlichen Reflexion. Er ermöglicht uns, voneinander zu lernen und unsere Arbeit immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Erst im Zusammenspiel all dieser Elemente entsteht die Qualität, die am Ende den Unterschied macht – für die Kinder, die wir begleiten.

Wer schreibt hier?

Sabine Landua

Sabine Landua, Integrative Lerntherapeutin

Ehemalige Lehrerin und Lerntherapeutin aus der Nähe von Wolfsburg
Mehr über Sabine erfahren

Susanne Seyfried

Susanne Seyfried, Integrative Lerntherapeutin

Ehemalige Betriebswirtin und Lerntherapeutin aus Villingen-Schwenningen
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