Weißt Du noch, wann du das letzte Mal eine Frage hattest, bei der du allein nicht richtig weiterkamst und niemanden, den du einfach schnell fragen konntest?
Vielleicht war es eine Frage zu einem deiner Schüler, zu einem Elterngespräch, das nicht ganz rund lief oder eine Frage zur Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, bei der du nicht weiterkamst. Du hast stundenlang recherchiert, irgendwie eine Antwort zusammengebaut und trotzdem blieb dieses Gefühl: Bin ich auf dem richtigen Weg?
Genau um dieses Gefühl geht es im Netzwerk:
Um einen Austausch mit verschiedenen Lerntherapeuten online. Dieser Austausch im Lerntherapeuten-Netzwerk bedeutet nicht, dass du nun noch mehr Termine hast, sondern dass du schnell eine fachliche Rückmeldung bekommst, Erfahrungen aus der Praxis hörst und nicht jede Entscheidung allein treffen musst. Denn oft fehlt nicht noch eine Fortbildung, oft fehlt einfach jemand, der kurz mitdenkt, nachfragt oder sagt: Ja, das würde ich auch so machen.
Und dann kommt dir vielleicht trotzdem dieser Gedanke: Noch mehr Termine? Das schaffe ich gerade wirklich nicht. Das wird mir zu viel, denn ich bin schon am Limit. Ich höre das immer wieder und ich verstehe es. Ich möchte dir heute zeigen, warum dieser Gedanke zwar verständlich ist, aber auf einem Missverständnis beruht.
Was „wöchentliche Treffen“ wirklich bedeutet
Auf der Netzwerkseite steht, dass es wöchentliche Treffen gibt (manchmal sogar 2). Das klingt nach viel. Ist es aber nicht, zumindest nicht so, wie du es vielleicht gerade denkst.
Diese Treffen sind ein Angebot, kein Pflichtprogramm. Sie sind dafür da, dass du nicht wochenlang warten musst, wenn du gerade eine Frage hast oder Austausch brauchst. Manchmal geht es um Dyskalkulie, manchmal um LRS, manchmal um das Thema Nachteilsausgleich, um Elterngespräche oder Fragen aus deinem Lerntherapie-Alltag. Nicht jedes Thema ist für jeden relevant. Und genau so ist es gedacht: Du suchst dir das heraus, was gerade zu dir, deinen Schülern und deinen Fragen passt.
In der Praxis sieht es so aus: Die meisten Mitglieder schauen 1–3 Mal im Monat live rein und zwar dann, wenn ein Thema auf dem Plan steht, das sie wirklich beschäftigt. Oder wenn sie gerade eine Frage haben, bei der sie allein nicht weiterkommen.
Und wichtig ist: Das Netzwerk besteht nicht nur aus Live-Treffen. Du kannst Deine Fragen jederzeit stellen – auch zwischen den Terminen. Kurz im Chat, als Gedanke, als konkrete Frage oder als Situation, bei der du nicht weiterweißt. Die wöchentlichen Treffen bedeuten also nicht: Du musst ständig online sein. Sie bedeuten: Wenn du Austausch brauchst, gibt es zeitnah eine Möglichkeit, deine Frage auch live-online einzubringen, persönlich, direkt oder in einer kleinen Runde.
Das Netzwerk passt sich dir an, nicht andersherum.
Was das Netzwerk wirklich ist
Das Netzwerk ist kein Programm, das du durcharbeiten musst. Es ist auch keine Verpflichtung, bei der du irgendwo „dranbleiben“ musst. Es ist vielmehr ein Ort, an dem Du mit dem auftauchen kannst, was dich gerade beschäftigt.
Vielleicht ist das eine Frage zu einem Schüler, bei dem du nicht weiterkommst. Vielleicht geht es auch um ein Elterngespräch, das du vorbereiten möchtest. Vielleicht bist du dir beim Thema Nachteilsausgleich unsicher, hast eine Frage zur Zusammenarbeit mit einer Schule oder zum nächsten Schritt in deiner Selbstständigkeit.
Du stellst Deine Frage und bekommst Antworten von Menschen, die deinen Alltag kennen. Nicht irgendwann in ein paar Wochen, sondern zeitnah. Manchmal schriftlich, manchmal im Austausch beim nächsten passenden Treffen oder auch von mir ganz persönlich. Was viele nicht wissen, auch diese Möglichkeit gibt es, deine individuellen Fragen 1:1 mit mir zu klären.
Genau das macht den Unterschied: Du musst nicht alles allein sortieren, recherchieren und entscheiden.
Sabine Walker bringt es auf den Punkt: Sie könnte nie die Zeit aufwenden, die ihr das Netzwerk spart. Was sie durch kurze Fragen im Austausch bekommt, würde sie alleine stundenlange Recherche kosten. Das Netzwerk kostet also nicht Zeit, es schenkt sie dir zurück.
Das Rad muss nicht nochmal erfunden werden
Ein Netzwerkmitglied erzählte mir neulich, wie es ihr früher oft ging: Eine Frage kam auf, sie überlegte kurz und öffnete dann Facebook. So wie immer, heute fragt sie stattdessen im Netzwerk.
Der Unterschied war sofort spürbar. Keine allgemeinen Antworten von Menschen, die die Situation nicht kennen. Kein „Ich habe da mal gehört …“, das einen am Ende eher verunsichert als weiterbringt. Sondern Antworten von Menschen, die wissen, aus welchem Bundesland sie kommt, wie sie arbeitet und wo sie gerade steht. Menschen, die nachfragen konnten, die beim nächsten passenden Treffen einfach weitermachen konnten, wo man aufgehört hatte.
Sie sagte: „Ich war es so gewohnt, Einzelkämpferin zu sein, es war ein Umdenken für mich, dass ich jetzt einfach immer fragen kann. Das ist eine enorme zeitliche und emotionale Erleichterung.“
Genau darum geht es, denn nicht jede Frage muss neu recherchiert werden, nicht jede Unsicherheit musst Du allein sortieren und nicht jedes Thema braucht sofort eine große Lösung. Manchmal reicht es, wenn jemand mitdenkt, eine Erfahrung teilt oder sagt: „Ja, das kenne ich. So habe ich es gemacht.“ Das ist der Moment, in dem aus Austausch echte Entlastung wird.
„Ich dachte, ich brauche das gar nicht“
Sabine Landua hat am Anfang auch erst gezögert denn eigentlich hat sie schon viele Termine und damit einen vollen Kalender. Heute sagt sie, dass sie das Netzwerk nicht mehr missen möchte. Birgit Mersmann sagt etwas, was ich besonders treffend finde. Sie muss nicht alles wissen, aber sie weiß, dass da jemand ist, denn sie fragen kann. Diese Rückendeckung entlastet den Alltag enorm, zumal wir alle nicht nur Lerntherapeuten sind, viele von uns bringen Erfahrungen aus angrenzenden Fachgebieten mit: Aus der Psychologie, der Logopädie, der Ergotherapie, als Erzieher oder aus fachlich komplett anderen Bereichen, die aber unsere Perspektive und unseren Blick unheimlich bereichern.
Zu unserem 3-jährigen Netzwerkjubiläum ist ein Blogbeitrag entstanden, der zusammenfasst wofür das Netzwerk steht. Schau doch gerne mal rein: 3 Jahre Netzwerkpower.
Mehr Infos zum Netzwerk: Lerntherapeuten Netzwerk
Auch das ist Netzwerk: Wenn Austausch Türen öffnet
Und dann gibt es noch etwas, das viele gar nicht auf dem Schirm haben, wenn sie ans Netzwerk denken. Bettina ist schon länger im Netzwerk dabei. Durch unseren regelmäßigen Austausch weiß ich, dass Bettina in den letzten Jahren als Lerntherapeutin an einer Schule tätig war, bis zu dem Zeitpunkt, wo auf einmal kein Budget mehr vorhanden war.
Auf der letzten Didacta in Köln waren Birgit (aus NRW) Silke und ich (aus BW) auf der Start-up-Area und sind durch Zufall mit einem Unternehmen ins Gespräch gekommen, welches im Auftrag des sächsischen Kultusministeriums Fachkräfte und Schulen zusammenführt. Nur wenige Wochen später hat Netzwerkmitglied Bettina als Lerntherapeutin an einer neuen Grundschule starten können. Das Beste: Diese Schule liegt bei ihr in der näheren Nachbarschaft. Ohne unseren Austausch auf der Didacta wäre es vermutlich nie zu dieser Kooperation gekommen. Auch das ist Netzwerk.

Das war für mich das Konfetti des Monats und ich habe wieder mal gemerkt, welche Chancen entstehen, wenn sich Lerntherapeuten vernetzen.
Online und offline – Austausch untereinander & mit Gastexperten
Wusstest du, dass der Austausch nicht nur unter uns Lerntherapeuten stattfindet, sondern wir auch Experten ins Netzwerk einladen? Im Juli z.B. kommt Dr. Silvia Pixner zu uns zum Thema Hochbegabung in der Lerntherapie.
Außerdem treffen wir uns regelmäßig auch vor Ort, live und in echt:-) Dieses Jahr treffen wir uns im Herbst in Stuttgart. Die letzten Treffen waren in Dresden, Wolfsburg, München und Frankfurt. Auch regional trifft sich ein Teil des Netzwerks regelmäßig, zum Beispiel in Baden-Württemberg (Offenburg und Freiburg) oder in Niedersachsen (Wolfsburg oder Göttingen). Auch das ist nach und nach entstanden und immer wieder freue ich mich, wenn dieser Netzwerkgedanke weitergetragen wird.
Für wen das Netzwerk passt, auch mit vollem Kalender
Du musst noch keine ausgebildete Lerntherapeutin sein. Du musst nicht hauptberuflich selbständig sein. Du musst nicht z.B. jeden Dienstagabend Zeit haben.
Das Netzwerk ist für dich, wenn du:
- noch in der Ausbildung bist und nicht alles alleine herausfinden möchtest → Mit dem Netzwerk sicher in die Lerntherapie starten
- selbständig arbeitest und manchmal einfach jemanden brauchst, dem du eine Frage stellen kannst
- angestellt bist und in Teilzeit lerntherapeutisch tätig bist und dich persönlich weiterentwickeln möchtest
- du kannst aber auch als Lehrkraft von unserem Netzwerk profitieren, wenn du Fragen zum Thema LRS oder Rechenschwäche hast und wissen möchtest, wie du deine Schüler in der Schule begleiten kannst
Kurz gesagt: wenn du nicht mehr Einzelkämpferin sein möchtest.
Mit wenig Zeit – so profitierst du am meisten
Du musst nicht immer live dabei sein. Du musst keine langen Beiträge oder Fragen lange ausformulieren. Stelle deine Frage, einfach so, wann immer sie auftaucht. Kurz, direkt und unfertig und dabei braucht es keinen perfekten Text. Einfach: „Wie macht ihr das mit…?“ Über die Mighty-App geht das in zwei Minuten, auch zwischen zwei Lerntherapie-Stunden.
Und während du mit deinen Schülern arbeitest, trudeln die Antworten ein. Von Menschen, die genau wissen worum es geht.
Neulich hat jemand eine Frage mir per Privatnachricht gestellt und fast zeitgleich hatte eine andere Teilnehmerin exakt dieselbe Frage. Man denkt, die eigene Frage ist zu banal oder zu speziell. Und dann merkt man: da draußen denkt gerade jemand genau dasselbe. Du bist mit deinen Fragen nicht alleine. Es gibt außerdem jede Woche Freitag eine Wochenzusammenfassung, das sind 5 Minuten Zeitaufwand und du weißt gleich, was letzte Woche los war und was in der folgenden Woche ansteht.
Das Netzwerk arbeitet für dich, auch wenn du gerade keine Zeit hast.
Und wenn ich merke, es passt doch nicht?
Das Netzwerk ist monatlich kündbar, du hast keine Vertragsbindung. Du schaust rein, du spürst, ob es sich gut anfühlt und falls es doch nicht das Richtige ist, kannst du unkompliziert wieder kündigen.
Eine Teilnehmerin hat mir Feedback in einer Umfrage gegeben (nachts um halb eins). Sie hat sich sogar entschuldigt dafür. Ihr Kalender ist so voll, dass sie erst nachts dazu gekommen ist und trotzdem war es ihr wichtig, verlässlich Rückmeldung zu geben.
Sie schreibt, das Netzwerk sei für sie „wie eine laufende Stärkung und Entlastung“, auch in den Wochen, in denen sie kaum aktiv ist. Das hat mich sehr berührt. Und es zeigt mir: Das Netzwerk wirkt. Auch dann, wenn man gerade weniger Zeit hat.
Dein kostenloses Kennenlerngespräch
Bevor du weiterscrollst, eine kurze Frage an dich: Was steht bei dir diese Woche an, wo wünschst du dir Unterstützung? Ein Frage zu einem deiner Schüler? Ein Elterngespräch, das du noch vorbereiten musst? Eine Frage zur Rechnung, zu einer Diagnostik oder zum Nachteilsausgleich, die schon länger offen ist?
Genau solche Fragen sind es, die im Netzwerk täglich beantwortet werden. Von Menschen, die denselben Alltag kennen. Und wenn du neugierig bist, wie das konkret für dich aussehen könnte, buch dir gerne ein kostenloses Kennenlerngespräch. Das ist ein offenes Gespräch mit mir persönlich, wo du herausfinden kannst, ob und wie das Netzwerk für dich Sinn macht.
Zum kostenlosen Kennenlerngespräch

